Dietrich: Bessere Rahmenbedingungen für Frauen schaffen
Frauen leisten zwei Drittel der sozialen Arbeit unentgeltlich, 10 Milliarden Stunden pro Jahr werden von Frauen unbezahlt verrichtet
„Es kann nicht sein, dass eine Frau, die ihr Hauptaugenmerk auf die Familie gelegt hat, am Ende des Tages auf weniger Pension kommt, weil sie mit Kindererziehung oder Altenpflege viele Stunden unentgeltlicher Arbeit geleistet hat“, kritisierte Team Stronach Sozialsprecherin Waltraud Dietrich in ihrem Debattenbeitrag zur Sondersitzung. Es sei die Pflicht der Gesellschaft dafür Sorge zu tragen, dass sich Frauen entscheiden können Mütter zu sein, ohne im Alter in der Armut zu landen, so Dietrich.
„Immerhin leisten Frauen zwei Drittel der sozialen Arbeit unentgeltlich“, warnte die Team Stronach Sozialsprecherin vor der Gefahr, dass diese Frauen in der Pension oft an der Armutsgrenze leben würden. Ganz klar sprach sich Dietrich auch gegen das Raufsetzen des Frauenpensionsalters aus. „Jene, die die Möglichkeit haben, länger zu arbeiten, sollen diese natürlich erhalten. Aber generell sollte das Alter nicht sofort angeglichen werden, wir haben die Arbeitsplätze dafür nicht“, sagte Dietrich.
Auch in Bezug auf die Ungerechtigkeiten im derzeitigen Pensionssystem sei noch vieles zu erledigen. „Es gibt noch kein System, das Gleichheit schafft. Wir brauchen aber ein System, in dem es keine Privilegien mehr gibt“, so Dietrich. Im Sinne der Fairness müsse man endlich die Luxuspensionen abschaffen und keine Erhöhungen über die ASVG-Höchstgrenze mehr gewähren.