Dietrich: Klare Strukturen und rigoroser Verwaltungsabbau im Gesundheitsbereich gefordert
"Das österreichische Gesundheitssystem ist ein Patient, der in einem Korsett steckt und sich nicht bewegen kann", betonte die geschäftsführende Klubobfrau des Team Stronach, Waltraud Dietrich, in ihrem Debattenbeitrag zu den neuen Regierungsmitgliedern. "Die zuletzt beschlossen Gesundheitsreform ist unzureichend und es droht ein Ärztemangel", warnte Dietrich. Die notwendigen Maßnahmen zur Gesundheitsreform, wie die Verbesserung der Standortabstimmung im Spitalsbereich, die Bereinigung der Leistungsunterschiede bei den Krankenversicherungen, eine einheitliche Leistungsverrechnung im Ambulanzbereich, eine einheitliche Dotierung der Landesgesundheitsfonds wurden nicht umgesetzt.
"Was nach der angekündigten Gesundheitsreform bleibt, sind überfüllte Ordinationen, überfüllte Ambulanzen, Patienten die monatelang auf einen Facharzttermin warten und Krankenhäuser, deren Standort der regionale Politiker bestimmt hat - in Wahrheit hat sich nichts geändert!", kritisierte die Mandatarin. Dietrich weiter: " Wir brauchen eine österreichische Gesundheitsversicherung, klare einfache Strukturen und einen rigorosen Verwaltungsabbau." Aus diesem Grund brachte Dietrich einen Antrag ein, in dem die österreichische Bundesregierung aufgefordert wird, dem Nationalrat umgehend einen Gesetzesentwurf vorzulegen, der die vollständige Harmonisierung der unterschiedlichen und sich vielfach überlagernden Gesundheits- und Pflegestrukturen zu einem einzigen bundesweit einheitlichen Organisations-, Finanzierungs- und Beitragssystem vorsieht.