Dringliche - Lugar: Kosten gleich lassen, aber mehr Qualität verlangen

Wenn eine Volkswirtschaft aufhört, in die Bildung zu investieren, stirbt die Volkswirtschaft!

"80.000 Menschen sind in unserem Bildungssystem
gescheitert, weil sie es nicht geschafft haben, in neun Jahren Lesen
und Schreiben zu lernen; diese Menschen haben keine Perspektive",
erinnerte Team Stronach Bildungssprecher Robert Lugar in seinem
Debattenbeitrag im Rahmen der Dringlichen. Er kritisierte, dass es in
der Bildungsdiskussion seit Jahrzehnten nur darum gehe "wo kann man
einsparen?" Doch "wäre es nicht besser, die Kosten auf ihrem Niveau
zu lassen und mehr Qualität zu erhalten?", gab Lugar zu bedenken.

"Wenn es kein Bildungssystem in Österreich gebe - würden wir es so
aufziehen, wie es aufgestellt ist? Ein System, wo von zwei Euro nur
einer in der Klasse ankommt?", fragte Lugar. Dabei existiere in
Österreich ein Schulsystem das gut funktioniert: "Die Privatschulen -
aber die können sich viele Eltern halt nicht leisten", so Lugar, der
kritisierte, dass ausgerechnet viele Politiker ihre Kinder in
Privatschulen schicken; "auch von den Sozialdemokraten gehen viele
Kinder dort hin", so Lugar.

Dabei gebe es genug Menschen, die wissen, wie das Schulsystem
verbessert werden kann: Die Lehrer! Aber denen werden Prügel vor die
Füße geworfen!", erklärte der Team Stronach Bildungssprecher. "Doch
Sie wollen nichts verbessern, nur den Einfluss der Politik
missbrauchen, um für Freunde und Parteigänger einen Versorgungsposten
zu haben", warf Lugar der Regierung vor. Und weiter: "Die Schüler
sind Ihnen egal! Wenn es anders wäre, hätten Sie schon lange was
geändert!"

Lugar forderte: "Man muss den Lehrern vor Ort die Möglichkeit geben,
auf die Schüler einzugehen!" Dazu sollten auch die Lehrpläne
modernisiert werden, denn "in den Lehrplänen ist viel drinnen, was
niemand mehr braucht. Vieles findet sich in Sekunden im Internet".
Die Lehrpläne spiegelten eine Zeit wider, die längst vorbei ist.

Ziel müsse laut Lugar sein, mehr Autonomie zu gewähren. "Wenn die
Schulen autonom sind, können wir, die Politik, steuern und Lehrer
können umsetzen, was sie in den einzelnen Klassen können", erklärte
Lugar. Er erinnerte auch, dass es genug Geld gibt, aber oft wird es
falsch eingesetzt. "In der Bildung aber kommt jeder investierte Euro
vierfach zurück", so Lugar. Dies dürfe nicht vergessen werden, denn:
"Wenn eine Volkswirtschaft aufhört, in die Bildung zu investieren,
stirbt die Volkswirtschaft!"

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