Fukushima - Weigerstorfer: Die Bombe tickt immer noch
Anfrage: Wie sehen Schutzmaßnahmen der Österreicher vor unmittelbaren und langfristigen Folgen eines Atomunfalls aus?
Zum dritten Jahrestag der Katastrophe von Fukushima
warnt Team Stronach Umweltsprecherin Ulla Weigerstorfer: "Die Bombe
tickt immer noch!" Sie kritisiert den "leichtsinnigen Umgang mit der
Atomkraft. Sellafield, Tschernobyl, Fukushima - und trotzdem setzen
viele Länder noch immer mit Steinzeitreaktoren auf diese gefährliche
Methode der Stromerzeugung!" Weigerstorfer fordert ein rasches
Umdenken und den Einsatz umweltfreundlicher und nachhaltiger
Technologien "bevor auch noch Europa verseucht wird!" Denn gerade in
den östlichen Nachbarländern werden neue Atommeiler geplant und
ausgebaut.
Ein Atomunfall sei kein lokales Ereignis, denn nicht nur die
Verstrahlung reiche tausende Kilometer weit, auch durch den
Warenverkehr werde gesundheitsschädliches Material verteilt, warnt
Weigerstorfer. Nachdem in den USA und in der Schweiz vor wenigen
Wochen radioaktiv verseuchte Fische aus Japan aufgetaucht waren,
kündigt Weigerstorfer eine parlamentarische Anfrage an, ob auch in
Österreich verstrahlte Fische auf den Tellern gelandet sind. Die Team
Stronach Umweltsprecherin will auch wissen, "welche Maßnahmen die
Verantwortlichen zum Schutz der Österreicher vor unmittelbaren und
langfristigen Folgen eines Atomunfalls in einem der grenznahen
Reaktoren geplant haben."