Hagen - Höhere Strafen sind kein Mittel gegen Schnellfahrer
"Der Ruf des KfV nach höheren Strafen für Schnellfahrer
und Vormerkpunkten geht am tatsächlichen Problem vorbei. Selbst die
höchsten Strafen nützen wenig, wenn es keine Kontrollen gibt. Deshalb
muss zuerst dafür gesorgt werden, dass die Polizisten weniger am
Schreibtisch sitzen müssen und ihre Arbeit auf der Straße verrichten
können", verlangt Team Stronach Verkehrssprecher Christoph Hagen. Er
kritisiert, dass die Flut der Tempo-30-Zonen "auch zu einer
reduzierten Akzeptanz dieser Maßnahme im Sinne der Verkehrssicherheit
führt".
"Wir brauchen einfach mehr Verkehrspolizisten, die neuralgische
Punkte überwachen und dann im Sinne der Verkehrssicherheit gleich vor
Ort strafen - das ist die beste Erziehung der Verkehrsteilnehmer. Es
geht dabei nicht unbedingt um die Höhe der Strafe - sondern darum,
dass sie unmittelbar auf das Delikt erfolgt", erklärt Hagen. Die
Mittel für eine ausreichende Verkehrsüberwachung ließen sich laut dem
Team Stronach Verkehrssprecher finden: "Es bedarf nur einer Änderung
des KFG, dass Strafgelder nicht in einem Sozialfonds landen, sondern
für die personelle Ausstattung der Polizei verwendet werden". Einen
entsprechenden Antrag hat Hagen bereits eingebracht.